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Arthur Schnitzler

Traumnovelle

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Traumnovelle

von Arthur Schnitzler

gelesen von Veronika Schmidinger.

Die "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler erschien zuerst 1925 kapitelweise in der Berliner Modezeitschrift "Die Dame". Die erste Buchausgabe erfolgte dann 1926 im S.-Fischer-Verlag.

Schnitzler beschreibt in dieser Novelle die scheinbar harmonische Ehe des Arztes Fridolin und seiner Frau Albertine. Unter der Oberfläche ihres bürgerlichen Zusammenlebens werden beide von ungestillten erotischen Begierden und Träumen heimgesucht. Erzählt werden die sonderbaren Geschehnisse einer Nacht und des darauffolgenden Tages, die Fridolin und Albertine widerfahren. Fridolin unternimmt einen Abstieg in die Tiefen seiner eigenen Psyche, und zugleich stößt er auf die Machenschaften einer dubiosen Geheimgesellschaft. Die sehr stark erotisch aufgeladenen Erfahrungen dieser Nacht drohen die Ehe der beiden zu zerstören. Schonungslos gestehen sie sich ein, was bisher verschwiegen blieb. Was Wirklichkeit ist und was Traum bleibt, verschmilzt miteinander und am Ende steht die Erkenntnis, dass kein Traum völlig nur ein Traum ist ...

Die Novelle ist ein Glücksfall: literarisch erstklassig und spannend zugleich. Alles changiert zwischen den Zeiten und ihren jeweiligen Moralbegriffen, zwischen Bewusstem und Unbewusstem, zwischen Wirklichkeit und Phantasie - alles scheint zu schweben in diesem unvergleichbar erzählerischen Meisterwerk. Es lädt nahezu, reich an faszinierenden und beklemmenden Bildern, zu vielfältiger Analyse ein und entzieht sich doch am Ende jeglicher genauen Deutung.

Für Arthur Schnitzler (1862 - 1932), einen der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne, war die Macht des Unterbewussten Grundmotiv seines literarischen Schaffens. Deutlich beeinflusst von Sigmund Freuds Buch "Die Traumdeutung" (1899) zeigt er auch in seiner "Traumnovelle" die Macht von Traum und Unterbewusstsein auf den Menschen. Schnitzler, selbst als Arzt in Wien tätig, errang mit Stücken wie "Der Reigen", "Das weite Land" oder "Anatol" große Erfolge. Diese Novelle diente als Vorlage für den Film "Eyes Wide Shut" von Stanley Kubrick mit Tom Cruise und Nicole Kidman in den Hauptrollen.

Umschlaggestaltung: unter Verwendung einer Gemäldeabbildung von Gustav Klimt: The Virgins (Jungfrauen) aus dem Jahr 1913.
Musik: Arthur Schnitzler: "Liebelei-Walzer", Orchesterprojekt Salzburg 09, Julia Maly, Solovioline, Karl Müller, Soloklarinette, Dirigent: Wolfgang Danzmayr.
Aufnahmeleitung: Fabian Kametz
Mischung: Peter Eckhart Reichel

Die Sprecherin:

Veronika Schmidinger, geboren in Salzburg, aufgewachsen in Innsbruck, erhielt ihre Schauspielausbildung in Wien an der Schauspielschule Krauss. Seitdem ist sie als freiberufliche Schauspielerin und Sprecherin tätig. Theaterprojekte führten sie u.a. ans Phönix Theater Linz, das Vienna English Theatre, den Kulturhofkeller Villach und das Westbahntheater Innsbruck. Als Sprecherin für Literaturlesungen war sie für das Robert Musil Institut Klagenfurt, das Adalbert Stifter Haus Linz, das Literaturarchiv Salzburg sowie für das Literaturhaus am Inn in Innsbruck tätig und wirkte bei der Aufnahme des Gedichtbands 'Trümmerseele' (Die Erzählwerkstatt, Audiamo, 2016) mit.
3:11:42
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2019
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